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Fossilien-Übersicht

Diese Fossilienübersicht ist lediglich ein kleiner Einblick in die Lebenswelt des Kreidemeeres und weit davon entfernt den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Die Masse der aus der Schreibkreide bekannten Arten ist ohnehin mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

Die einzelnen Kalkplättchen (Coccolithen) oder kalkigen Panzer der 0,02 bis 0,3 mm großen pflanzlichen Einzeller (133 Arten) sind mit etwa 40 Gewichtsprozenten am Schreibkreidesediment beteiligt.

Kalkflagellaten Coccolithophorida 2
Kalkflagellaten Coccolithophorida 2
Kalkflagellaten Coccolithophorida
Kalkflagellaten Coccolithophorida 3
Kalkflagellaten Coccolithophorida 4

Die einzelligen Tiere mit ihren ein- oder mehrkammerigen kalkigen Gehäusen (254 Arten) sind teilweise bereits mit bloßem Auge zu sehen. Sie machen etwa 20 Gewichtsprozent der Kreide aus.

Schüttung ausgesammelter Foraminiferen. Die größten Exemplare sind etwa 3 mm lang.

Bolivinoides Draco Draco
Bolivinoides Draco Draco
Bolivinoides draco draco
Cibicidoides Voltzianus
Cibicidoides voltzianus
Heterohelix Striata
Heterohelix striata
Neoflabellina Reticulata
Neoflabellina reticulata
Schüttungsbild 20,0mm
Schüttungsbild 20,0mm

Schwämme sind ausschließlich festsitzende, zumeist becherförmige Tiere, die ein aus Kieselsäure (Kieselschwämme) oder Kalk (Kalkschwämme) bestehendes Skelett aus einzelnen, ineinander verhakten Nadeln (Spicula, Sklerite) besitzen.

Kieselschwämme – Hexactinellida

Zu den Kieselschwämmen gehören auch die allgemein runden, etwa 4 cm großen Kugelschwämme, die unter Umständen zu den sogenannten Klappersteinen werden können.

Aphrocallistes Alveolites 60mm
Aphrocallistes Alveolites 60mm
Aphrocallistes alveolites 60mm
Aulaxinia Sulcifera
Aulaxinia sulcifera
Schwammnadeln 10mm
Schwammnadeln 10mm
Seliscothon Mantelli 140mm
Seliscothon mantelli 140mm
Ventriculites Radiatus 55mm
Ventriculites radiatus 55mm
Ventriculites Radiatus 70mm
Ventriculites radiatus 70mm

Kalkschwämme – Calcarea

Die weißen kugeligen, feinporigen Kalkschwämme gehören zu den häufigsten Schwammfossilien. Kalkschwämme kommen nicht nur frei, sondern auch auf anderen Substraten aufgewachsen vor.

Kalkschwamm Porosphaera Globularis Mit Stacheln, 5mm
Kalkschwamm Porosphaera Globularis Mit Stacheln, 5mm
Kalkschwamm Porosphaera globularis mit Stacheln, 5mm
Kalkschwamm Porosphaera Plana 20mm
Kalkschwamm Porosphaera plana 20mm
Porosphaera Adhaerens 40mm
Porosphaera adhaerens 40mm
Porosphaera Patelliformis 30mm
Porosphaera patelliformis 30mm

Steinkorallen – Scleractinia

Die Steinkorallen sind aus der Schreibkreide nur mit der Einzelkoralle Parasmilia excavata bekannt, die ein kalkiges Außenskelett besitzt.

Parasmilia Excavata Auf Armfüßer Carneithyris 38mm
Parasmilia Excavata Auf Armfüßer Carneithyris 38mm
Parasmilia excavata auf Armfüßer Carneithyris 38mm
Parasmilia Excavata Draufsicht 25mm
Parasmilia excavata Draufsicht 25mm
Parasmilia Excavata Seitenansicht 35mm
Parasmilia excavata Seitenansicht 35mm

Oktokorallen – Octocorallia

Von Octokorallen finden sich auf Belemniten, Austern oder anderen Substraten die aufgewachsenen Basen oder in der Kreide die kalkigen Zwischenstücke.

Moltkia Basis Auf Belemnit 30mm
Moltkia Basis Auf Belemnit 30mm
Moltkia Basis auf Belemnit 30mm
Wurzel Von Moltkia Sp. (Oktokoralle) 28mm
Wurzel von Moltkia sp. (Oktokoralle) 28mm

Muscheln – Bivalvia

Muscheln sind Weichtiere und gehören mit etwa 70 Arten zu den häufigsten Fossilien in der Rügener Schreibkreide. Ihre Größe schwankt zwischen 1 cm und über einem Meter (Inoceramen). Am bekanntesten sind die Austern (Dickmuscheln) mit Pycnodonte vesiculare. Die Muschelschalen können kalzitisch oder aragonitisch sein. In letzterem Fall sind sie nicht erhalten geblieben. Sie lassen sich nur durch ihre Präge-Kreidesteinkerne nachweisen.

Hyotissa Semiplana 60mm
Hyotissa Semiplana 60mm
Hyotissa semiplana 60mm
Lima Sp. 35mm
Lima sp. 35mm
Mimachlamys Denticulata 42mm
Mimachlamys denticulata 42mm
Neithea Sp 30mm
Neithea sp 30mm
Panopaea Sp 80mm
Panopaea sp 80mm
Pecten (Syncyclonema) Nilsoni 40mm
Pecten (Syncyclonema) nilsoni 40mm
Pinna Decussata 150mm
Pinna decussata 150mm
Plagiostoma Hoperi 50mm
Plagiostoma hoperi 50mm
Pycnodonte Vesiculare 85mm
Pycnodonte vesiculare 85mm
Spondylus Fimbriatus 37mm
Spondylus fimbriatus 37mm

Schnecken – Gastropoda

Von den Meeresschnecken finden sich fast immer nur die Steinkerne, da sie wie einige Muscheln und die Gehäuse-Kopffüßer Aragonit-Schalen besaßen. Hochgerechnet dürften etwa 80 Arten im Kreidemeer gelebt haben. Bekannt sind mit 56 Arten nur die größeren von ihnen.

Epitoniidae 35mm
Epitoniidae 35mm
Epitoniidae 35mm
Pleurotomaridae 30mm
Pleurotomaridae 30mm
Tonnidae 24mm
Tonnidae 24mm
Trochidae 22mm
Trochidae 22mm
Turritella Sp. Mit Operculum 88mm
Turritella sp. mit Operculum 88mm

Kahnfüßer – Scaphopoda

Die Kahnfüßer oder Rohrschnecken besitzen eine röhrenförmige, konisch zulaufende, an beiden Enden offene, leicht gebogene Kalkschale (Aragonit), die im Sediment eingegraben ist.

Dentalium Sp 45mm
Dentalium Sp 45mm
Dentalium sp 45mm
Kopffüßer - Cephalopoda

Perlbootartige – Nautiloidea

Wie Muscheln, Schnecken, Kahnfüßer gehören auch die Kopffüßer zu den Weichtieren (Mollusca).

Die Nautiliden, Kopffüßer die mit wenigen Arten noch heute leben, besitzen ein gekammertes Gehäuse aus aragonitischem Kalk, mit einfachen, gebogenen Kammerwänden, die machmal deutlich auszumachen sind.

Aus der Schreibkreide sind 3 Arten bekannt die teilweise recht groß werden können (20 cm Durchmesser). Auch die kalkigen, einem Papageienschnabel ähnelnden Kiefer (Rhyncholithen) werden vereinzelt gefunden.

Eutrephoceras Darupensis 34mm
Eutrephoceras Darupensis 34mm
Eutrephoceras darupensis 34mm
Scaptorrhynchus Cretaceus, Rhyncholith 30mm
Scaptorrhynchus cretaceus, Rhyncholith 30mm

Ammoniten – Ammonoidea

Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Nautiliden; sind die ebenfalls mit aragonitischem Gehäuse ausgestatteten Ammoniten vielgestaltiger. Es gibt planspiral eingerollte (z. B. Hoploscaphites, Acanthoscaphites), gestreckte mit ovalem Querschnitt (Baculites) oder eine aberrante Art (Diplomoceras), deren geripptes, stabförmiges Gehäuse am Beginn eingerollt und am Ende umgebogen ist.

Immer aber sind ihre, allerdings bei den Schreibkreidefunden schwer zu beobachtenden, Kammertrennwände kompliziert gestaltet.

Die kalzitischen Kiefer (Aptychen) der Ammoniten sind häufiger als die Steinkerne der etwa 20 Arten zu finden.

In der Schreibkreide können einige Arten mehr als 30 cm Durchmesser oder Länge erreichen.

Acanthoscaphites Sp. 38mm
Acanthoscaphites Sp. 38mm
Acanthoscaphites sp. 38mm
Acanthoscaphites Tridens 45mm (2)
Acanthoscaphites tridens 45mm (2)
Acanthoscaphites Tridens 45mm
Acanthoscaphites tridens 45mm
Acanthoscaphites Varians 170mm
Acanthoscaphites varians 170mm
Baculites Vertebralis 100mm
Baculites-vertebralis-100mm
Hoploscaphites Constrictus 36mm
Hoploscaphites-constrictus-36mm
Hoploscaphites Constrictus 47mm
Hoploscaphites-constrictus-47mm

Tintenfische – Coleoidea

Die Tintenfische sind Kopffüßer, deren Gehäuse in das Körperinnere verlagert oder weitgehend reduziert ist. Zu ihnen gehören die heutigen Kalmare, Sepien, die Octopus-Arten und die nur fossil bekannten, wahrscheinlich 10-armigen Belemniten (Belemnoidea) mit ihrem inneren kalkigen „Gehäuse“. Dieses als „Donnerkeil“ bezeichnete massive Gehäuseteil wird, zumindest in Teilen, sehr häufig gefunden. Bisher wurden 6 Arten beschrieben.

Belemnella (Pachybelemnella) Cimbrica 100mm
Belemnella (Pachybelemnella) Cimbrica 100mm
Belemnella (Pachybelemnella) cimbrica 100mm
Belemnella (Pachybelemnella) Sumensis 105mm
Belemnella (Pachybelemnella) sumensis 105mm

Meeresborstenwürmer – Polychaeta

Die Polychaeten sind heute mit mehr als 13 000 Arten in den Meeren vertreten. Ihnen gemeinsam ist die Gliederung des Körpers in ähnliche Segmente. Man unterscheidet frei bewegliche (Errantia) und festsitzende (Sedentaria). Von letzteren sind in der Schreibkreide die kalkigen Röhren in unterschiedlichen Bauformen erhalten. Derzeit sind etwa 40 Arten bekannt.

Cycloserpula Gordialis 20mm
Cycloserpula Gordialis 20mm
Cycloserpula gordialis 20mm
Nogrops(Tetraditrupa) Canteriata 28mm
Nogrops(Tetraditrupa) canteriata 28mm
Pyrgopolon (Septenaria) Macropus 80mm
Pyrgopolon (Septenaria) macropus 80mm
Spiraserpula Versipellis 23mm
Spiraserpula versipellis 23mm
Cycloserpula Gordialis 20mmNogrops(Tetraditrupa) Canteriata 28mmPyrgopolon (Septenaria) Macropus 80mmSpiraserpula Versipellis 23mm

Muschelkrebse – Ostracoda

Zu den Krebsen (Crustacea) gehören in der Schreibkreide die zumeist mikroskopisch kleinen Muschelkrebse (Ostracoda), die Rankenfüßer (Cirripedia) und die Zehnfuß- oder „Höheren Krebse“ (Decapoda).
Die Ostracoden sind mit etwa 140 Arten die zahlenmäßig bedeutendsten.
Rankenfüßer (Cirripedia) sind mit dem Kopf sich verankernde Krebse, die wie bei den „Entenmuscheln“ (Thoracia) unterschiedlich gebaute, kalkige Skelettplatten ausbilden. Diese Platten sind häufiger zu finden, zusammenhängende dagegen selten. Es wurden 12 Arten bekannt gemacht.

Muschelkrebse, Klappe 10 Mm
Muschelkrebse, Klappe 10 Mm
Muschelkrebse, Klappe 10 mm
Muschelkrebse, Klappe 10mm
Muschelkrebse, Klappe 10mm

Rankenfüßer – Cirripedia

Rankenfüßer (Cirripedia) sind mit dem Kopf sich verankernde Krebse, die nur bei den „Entenmuscheln“ (Thoracia) unterschiedlich gebaute, kalkige Skelettplatten ausbilden. Diese Platten sind häufiger zu finden, zusammenhängende dagegen selten. Es wurden 12 Arten bekannt gemacht.

Brachylepas Naissanti 6 Mm
Brachylepas Naissanti 6 Mm
Brachylepas naissanti 6 mm
Scalpellum (Arcoscalpellum) Fossula 40mm
Scalpellum (Arcoscalpellum) fossula 40mm
Scalpellum (Arcoscalpellum) Fossula, Vollständiges Exemplar 20mm
Scalpellum (Arcoscalpellum) fossula, vollständiges Exemplar 20mm
Scalpellum (Arcoscalpellum) Maximum 28mm
Scalpellum (Arcoscalpellum) maximum 28mm
Scalpellum (Arcoscalpellum)maximum 30mm
Scalpellum (Arcoscalpellum)maximum 30mm

Zehnfußkrebse – Dekapoda

Dekapode Krebse, zu denen heute beispielsweise Krabben, Garnelen und Hummer zählen, gehören in der Rügener Schreibkreide zu den großen Seltenheiten, was aber wohl eher erhaltungsbedingt ist. Bemerkenswert sind dabei die Eigelege von Krebsen im unteren Teil der Steckmuschel Pinna decussata. Bisher wurden 4 Arten von Zehnfußkrebsen erwähnt.

Ctenocheles Sp., Kebsschere 45mm
Ctenocheles Sp., Kebsschere 45mm
Ctenocheles sp., Kebsschere 45mm
Homolopsis Sp., Krabbenpanzer 28mm
Homolopsis-sp., Krabbenpanzer 28mm
Krebs Eier In Pinna Decussata 55mm
Krebs Eier in Pinna decussata 55mm
Krebs Eier In Pinna Decus Sata, Ausschnitt 10mm
Krebs Eier in Pinna decus-sata, Ausschnitt 10mm

Moostierchen – Bryozoa

Moostierchen sind ebenfalls tentakeltragende Lebewesen, die ähnlich den Stockkorallen in Kolonien leben. Sie besiedeln als Larven feste Untergründe und scheiden ein zumeist kalkiges, krusten-, kuppel- oder strauchförmiges Außenskelett ab. Bryozoen sind mit etwa 280 Arten maßgebend an der Sedimentbildung beteiligt.

Krustenförmige Kolonie 30mm (2)
Krustenförmige Kolonie 30mm (2)
krustenförmige Kolonie 30mm (2)
Krustenförmige Kolonie 30mm
krustenförmige Kolonie 30mm
Schüttungsbild Mit Verschiedenen Arten 20mm
Schüttungsbild mit verschiedenen Arten 20mm
Strauchförmige Kolonie 20mm
Strauchförmige Kolonie 20mm
Strauchförmige Kolonie 60mm (2)
Strauchförmige Kolonie 60mm (2)
Strauchförmige Kolonie 60mm
Strauchförmige Kolonie 60mm

Armfüßer – Brachiopoda

Die tentakeltragenden Armfüßer sind Lebewesen, die ein zweiklappiges, zumeist kalzitisches Gehäuse abscheiden, das sich durch Innenbau und äußere Symmetrie von den Muscheln unterscheidet. Die größere, ein Loch tragende, Klappe ist meistens durch einen Stiel (Arm) mit dem Substrat verankert. Bei den schlosslosen Armfüßern ist eine Klappe fest mit dem Substrat verbunden. Bis jetzt sind 29 Arten schlosstragender (articulate), fünf Arten schlossloser (inartikulate) und 3 Arten der schlosslosen Armfüßer mit phosphatischen Schalen (lingulate) beschrieben worden.

Carneithyris Subcardinalis, Rechts Mit Ancistrocrania Parisiensis 55mm
Carneithyris Subcardinalis, Rechts Mit Ancistrocrania Parisiensis 55mm
Carneithyris subcardinalis, rechts mit Ancistrocrania parisiensis 55mm
Isocrania Costata, Schüttungsbild 15mm
Isocrania costata, Schüttungsbild 15mm
Neoliothyrina Obesa 60mm
Neoliothyrina obesa 60mm
Trigonosemus Pulchellus 35mm
Trigonosemus pulchellus 35mm

Seelilien/Haarsterne – Crinoidea

Seelilien/Haarsterne sind fünfstrahlige Stachelhäuter (Echinodermata). Ihr Kalkskelett besteht aus einem Kelch und einfachen oder gegabelten Armen. Seelilien sind mittels eines Stieles lebenslang auf dem Meeresboden oder einem Substrat verankert, während Haarsterne im erwachsenen Zustand frei beweglich sind und kriechen oder schwimmen können. Wie bei allen Stachelhäutern setzt sich das Skelett aus einzelnen, sehr unterschiedlichen Platten oder Elementen zusammen, die sich nach dem Tod des Tieres schnell vereinzeln. Deshalb kommen in der Kreide fast ausschließlich einzelne Teile vor. 16 Crinoiden-/Haarstern-Arten wurden bisher beschrieben.

Amphorometra Conoidea, Haarstern 5mm
Amphorometra Conoidea, Haarstern 5mm
Amphorometra conoidea, Haarstern 5mm
Isocrinus Stielglieder, Schüttungsbild 40mm
Isocrinus Stielglieder, Schüttungsbild 40mm
Zirrenglieder Von Isocrinus Sp
Zirrenglieder von Isocrinus sp

Seesterne – Asteroidea

Die fünfstrahligen Seesterne sind Stachelhäuter mit sternförmig angeordneten Armen, die in einen scheibenförmigen Körper gleitend übergehen. In den unten offenen Armen verläuft das Wasser-Gefäßsystem. Das Skelett besteht aus zahlreichen Kalkelementen mit unterschiedlichem Aussehen. Genau wie bei den Seelilien, Schlangensternen und Seegurken sind die Elemente in der Schreibkreide kaum zusammenhängend erhalten. Es sind etwa 30 Seestern-Arten nachweisbar.

Calliderma Sp
Calliderma Sp
Calliderma sp
Chomataster Wrighti, Armteil 18mm
Chomataster wrighti, Armteil 18mm
Metopaster Sp Innenansicht
Metopaster sp Innenansicht
Metopaster Sp., Juveniles Exemplar 28mm
Metopaster sp., juveniles Exemplar 28mm
Recurvaster Gibber, Kompletteres Exemplar 80mm
Recurvaster gibber, kompletteres Exemplar 80mm
Recurvaster Sp., Isolierte Skelettelemente 45mm
Recurvaster sp., isolierte Skelettelemente 45mm

Schlangensterne – Ophiuroidea

Schlangensterne sind ebenfalls fünfstrahlige Stachelhäuter. Ihre relativ langen, schlanken Arme sind scharf von der Körperscheibe abgesetzt. Das Wasser-Gefäßsystem ist in das Innere der Arme verlagert. Von den zumeist eingegraben lebenden Schlangensternen sind 39 Arten bekannt.

Asteronyx Simplex, Seitenschild 2,0mm
Asteronyx Simplex, Seitenschild 2,0mm
Asteronyx simplex, Seitenschild 2,0mm
Ophiomusium Granulosum, Scheibenrest 20mm
Ophiomusium granulosum, Scheibenrest 20mm
Ophiomyxa Densa, Seitenschild 1,5mm
Ophiomyxa densa, Seitenschild 1,5mm
Ophiomyxa Rhipidata, Stachel 2,0mm
Ophiomyxa rhipidata, Stachel 2,0mm
Stegophiura Hagenowi, Skelettelemente 25mm
Stegophiura hagenowi, Skelettelemente 25mm
Trichaster Sp
Trichaster sp

Irreguläre Seeigel – Echinoidea

Die 14 irregulären Seeigel-Arten besitzen entsprechend ihrer abweichenden Lebensweise auch eine abgewandelte Gehäuseform. Die Mundöffnung ist noch immer auf der Unterseite, aber teilweise aus dem Zentrum gerückt. Die Afteröffnung befindet sich in der Nähe des Hinterrandes oder auf demselben. Die Stachelwarzen sind sehr klein, die Stacheln zahlreich aber haarfein. Das Gehäuse ist aufgewölbt oder flach und oft stärker oder schwächer herzförmig.

Cardiotaxis Heberti 81mm
Cardiotaxis Heberti 81mm
Cardiotaxis heberti 81mm
Diplodetus Sp
Diplodetus sp
Echinocorys Scutata 72mm
Echinocorys scutata 72mm
Echinogalerus Hemisphaericus 26mm
Echinogalerus hemisphaericus 26mm
Galerites Vulgaris 31mm
Galerites vulgaris 31mm
Hagenowia Elongata 20mm
Hagenowia elongata 20mm

Reguläre Seeigel – Echinoidea

Seeigel sind allgemein fünfstrahlige Stachelhäuter mit einem rundlichen, aus Einzelplatten bestehenden, armlosen Gehäuse. Die Platten der regulären Seeigel tragen zumeist auffällige Stachelwarzen, auf denen große, verschiedenartig gestaltete Stacheln saßen (oft von kleinen Stacheln umgeben). Die große Mundöffnung befindet sich auf der Unter-, die Afteröffnung auf der Oberseite des Gehäuses. Alle 16 bekannten Kreide-Arten lebten auf der Sedimentoberfläche.

Centrostephanus (Palaeodiadema) Multiforme, Einzelplatten 35mm
Centrostephanus (Palaeodiadema) Multiforme, Einzelplatten 35mm
Centrostephanus (Palaeodiadema) multiforme, Einzelplatten 35mm
Ganthieria Princeps 60mm
Ganthieria princeps 60mm
Phymosoma Granulosum 40mm
Phymosoma granulosum 40mm
Salenia (Pleurosalenia) Anthophora 15mm
Salenia (Pleurosalenia) anthophora 15mm
Salenia (Pleurosalenia) Bonissenti 13mm
Salenia (Pleurosalenia) bonissenti 13mm
Stereocidaris Pistillum 40mm
Stereocidaris pistillum 40mm
Stereocidaris Pistillum Mit Stacheln 100mm
Stereocidaris pistillum mit Stacheln 100mm
Trochalosoma Taeniatum Mit Stacheln 50mm
Trochalosoma taeniatum mit Stacheln 50mm

Seegurken – Holothuroidea

Die Seegurken unterscheiden sich von den anderen Stachelhäutern durch das allgemein fehlende Plattengehäuse. Sie besitzen einen walzen-, gurken- bis wurmförmigen Körper, in dessen Lederhaut kalkige mikroskopisch kleine, formenreiche Sklerite (Plättchen) eingelagert sind. Die bisher beschriebenen Sklerite entsprechen etwa 27 biologischen Arten.

Hemisphaeranthos Simplex
Hemisphaeranthos Simplex
Hemisphaeranthos simplex
Rigaudites Nudus
Rigaudites nudus
Trematrochus Smirnovi
Trematrochus smirnovi
Tripuscucumis Solveigae
Tripuscucumis solveigae

Knorpelfische -Chondrichthyes

Haie, Rochen und Chimären gehören zu den Knorpelfischen, denen außer in den Zähnen das Knochengewebe fehlt. Da das knorpelige Skelett nach dem Tod des Tieres schnell zerfällt, finden sich in der Schreibkreide nur isolierte Zähne und Schuppen (sogenannte Hautzähne). Die meisten der 38 beschriebenen Knorpelfisch-Arten sind eher klein (bis 1 m).

Hexanchus Microdon 9mm
Hexanchus Microdon 9mm
Hexanchus microdon 9mm
Pseudocorax Affinis 8mm
Pseudocorax affinis 8mm
Squatina Cf
Squatina cf

Knochenfische – Osteichthyes

Im Gegensatz zu den Knorpelfischen besitzen die Knochenfische ein Knochenskelett zu dem Schädel, Wirbelsäule, Rippen, Gräten und Hautknochen gehören. Fossil sind in der Kreide meist nur Schuppen, Zähne und Knochenfragmente überliefert. Eine Bestimmung dieser Reste ist schwer. Eine moderne Bearbeitung steht aus. Die bisher bekannten 12 Arten dürften aber nur ein kleiner Teil der wirklichen Artenzahl sein.
Als absolute Seltenheiten finden sich Magensteine, die von Fischen (oder Echsen) als Zerkleinerungs- und Verdauungshilfe aufgenommen wurden.

Fischschuppe 14mm
Fischschuppe 14mm
Fischschuppe 14mm
Fischzahn 15mm
Fischzahn 15mm
Kieferfragment 9mm
Kieferfragment 9mm
Kieferfragment, Zähne, Gräten, Wirbel 17mm
Kieferfragment, Zähne, Gräten, Wirbel 17mm
Magenstein 24mm
Magenstein 24mm

Kriechtiere – Reptilia

Die aus der Oberkreide bekannten Vertreter der Mosasaurier (mehr als 40 Arten) bevorzugten flache, küstennahe Gewässer. Deshalb verwundert die Seltenheit der Funde von Resten dieser bis 15 m langen Meeresechsen nicht. Es handelt sich bei den Einzelfunden fast ausnahmslos um Zähne dieser Kriechtiere. Ihre Nahrung bestand sicherlich vorrangig aus Belemniten und Ammoniten. Knochenfunde und größere Magensteine können gegebenenfalls auch den Reptilia zugeordnet werden.

Knochenrest (neben Ammonitenrest) 25mm
Knochenrest (neben Ammonitenrest) 25mm
Knochenrest (neben Ammonitenrest) 25mm
Zahn Eines Mosasaurus 25mm
Zahn eines Mosasaurus 25mm

Spurenfossilien – Ichnofossilien

Spurenfossilien sind die Strukturen der Lebenstätigkeit ehemaliger Lebewesen wie Wohnbauten, Fressbauten, Weidespuren, Ruhe- und Kriechspuren. Sie können sowohl im Sediment selbst, wie auch in oder an Resten anderer Organismen auftreten.

Dendrina Belemniticola(rechts) Und Dendrina Anomala(mitte) Im Belemnitenrostrum 35mm
Dendrina Belemniticola(rechts) Und Dendrina Anomala(mitte) Im Belemnitenrostrum 35mm
Dendrina belemniticola(rechts) und Dendrina anomala(mitte) im Belemnitenrostrum 35mm
Pycnodonte Mit Wohnbau Des Bohrschwamms Cliona Sp
Pycnodonte mit Wohnbau des Bohrschwamms Cliona sp
Talpina Ramosa Im Belemitenrostrum 27mm
Talpina-ramosa-im-Belemitenrostrum-27mm
Wohnbau Taenidium Sp
Wohnbau Taenidium sp
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